Artikel-Schlagworte: „Erfahrungsbericht“

Perugia: Liebe geht durch den Magen

 Ich erinnere mich immer noch gerne an meine Zeit in Perugia zurück. Es war einfach genial.

Perugia ist ein sehr schönes und lebendiges Städtchen mit vielen steilen Gässchen. Auch Kulinarisch hat es viel zu bieten. Ein Aufenthalt ohne im „Dal mi cocco“ gewesen zu sein, ist wie eine Pizza ohne Mozzarella. Ein absolutes Muss. Dieses typische und traditionelle Restaurant bietet ein täglich wechselndes Mehrgangmenü zu einem unglaublich günstigen Preis an. Auch das „Caffe Morlacchi“ an der Piazza Morlacchi ist ein Besuch wert. Nicht nur der Kaffee ist deliziös, sondern auch die günstigen Cocktails sind lecker. Meine Reise war von kulinarischer Vielfalt geprägt.

perugia essen

Bereits zu Beginn meines Aufenthaltes fiel mir auf, dass es in dieser Stadt von Studenten wimmelt. Das junge Umfeld von Perugia wird noch unterstützt durch das Angebot vieler Sprachschulen.

Daher konnte ich dem pulsierenden Nachtleben nicht entgehen: Die vielen Bars und Discotheken laden gerade dazu ein, die Nächte durchzufeiern.

Während meines Aufenthaltes machte ich auch sehr viele schöne Ausflüge zu den umliegenden Städtchen und Dörfern Umbriens. Diese konnte ich gut per Bahn und Bus erreichen. Es ist einfach unglaublich was Italien kulturell und historisch zu bieten hat.


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Traumland USA: So schön kann ein „Homestay“ in San Diego sein

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Sunny Side of Life: “Kalifornisierung”

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DAS Fortbewegungsmittel: 150 cc Scooter!

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Hundeblick mal zwei: Die zwei Hunde der Gasteltern

Tobia ist momentan im Ausland und dies nicht bloss irgendwo: Er ist im „sunny state of California“ an der Westküste. Die Stadt in welcher er lebt heisst San Diego und ist bekannt für das typisch amerikanische Leben und eine ausgelassene Stimmung unter den dort residierenden Menschen. Hier findet ihr ein direktes Feedback von Tobia – mit Bildern untermalt –von seiner Zeit, seinen „Gast“-Hunden und dem tollen Zimmer.

Zimmer mit Weltsicht: Bett mit globaler Karte

Zimmer mit Weltsicht: Bett mit globaler Karte

Das Boot der Gasteltern: Einladend!

Das Boot der Gasteltern: Einladend!

„San Diego ist der absolute Traum! Ich habe mich hier bisher sehr gut eingelebt und die Gastfamilie ist freundlich, kommunikativ, interessiert und hilfsbereit, kurzgesagt: der HAMMER! 🙂
Ebenfalls sind sie auch Besitzer eines kleinen Segelbootes und luden mich bereits auf zwei tägliche Segeltrips ein. Es ist wirklich wunderbar, aber teilweise auch ziemlich speziell, die amerikanische Kultur erleben und mich mit anderen Menschen aus aller Welt unterhalten zu dürfen. Aus diesen und noch unzähligen anderen Gründen fühle ich mich hier in Kalifornien extrem wohl. 🙂
Von der Schule bin ich auch positiv überrascht. Die Lehrer sind sehr kompetent und haben das Flair für junge Studenten. Allgemein wirkt die Schule sehr seriös und familiär. Nächste Woche startet ja schon der Cambridge-Kurs und ich hoffe, ich bestehe den Test, um an ihm auch teilnehmen zu können. Werde aber sicher mein Bestes geben!

 


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Paradies Karibik: Meine persönlichen Erlebnisse

Für meinen letzten Sprachaufenthalt wollte ich Spanisch mit Strandferien kombinieren und habe mich deshalb für eine Sprachreise in die wunderschöne  Dominikanische Republik entschieden. Die Domrep teilt sich die Insel Hispaniola mit Haiti und nimmt ca. zwei Drittel der Inselfläche ein. Es ist neben Kuba das flächenmässig grösste Landstück der Karibik und bietet unglaublich viele faszinierende Landschaftsbilder; vom tropischen Regenwald über einige der schönsten Sandstrände der Welt bis hin zu einer faszinierenden grünen Bergwelt mit all ihren Attraktionen.

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Da das Land relativ kompakt und gut erschlossen ist (und flächenmässig nur ein klein wenig grösser als die Schweiz) kann man innerhalb von kurzer Zeit sehr viel sehen und erleben: Vor allem das so oft angepriesene karibische Flair kommt tatsächlich nicht  zu kurz und die Einheimischen machen es einem durch ihre Offenheit und kommunikative Art leicht, sich in ihr Land zu verlieben.

Die Sprachschule befindet sich im Herzen von Sosua, einem hübschen sehr lebendigen Dorf an der Nordküste. Es handelt sich um ein sehr natürlich gehaltenes, im viktorianischen Stil gebautes Haus, umgeben von einem grossen grünen Garten. Da die einheimische Bevölkerung enorm kommunikativ ist, hat man  die Möglichkeit, das in der Theorie erlernte Spanisch auch gleich ins Praktische umzusetzen und mit ihnen einen kleinen “Schwatz” zu halten. Im unteren Stock des Gebäudes und im Garten befinden sich die Studios, in denen die meisten Studenten untergebracht sind. Das Ambiente ist toll, ein geselliges Miteinander, und wenn man Ruhe sucht, begibt man sich auf sein Zimmer oder zum Strand. Neben dem Hauptstrand von Sosua gibt es ausserdem noch drei kleine Buchten und für Tauchbegeisterte lohnt es sich, bei der deutschen Tauchschule Merlin einen oder mehrere Tauchgänge zu buchen.

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Nachmittags nach der Schule bin ich meistens mit dem Guagua (öffentlicher Bus, immer sehr abenteuerliche Fahrt, während der man gleich noch den neusten Tratsch erfährt) ins 15 Minuten entfernte Nachbardorf Cabarete gefahren. Cabarete ist DER Windsurf- und Kitesurfspot in der Karibik – Wassersportler kommen hier 100% auf ihre Kosten. Ausserdem liegt das Dorf in einer schönen Bucht an einem breiten Sandstrand gelegen, an welchem man unzählige Bars und Restaurants findet.

Bei toller Musik macht man es sich in einer der Bars auf einem Sofa im Sand gemütlich und geniesst das Ambiente während des Sonnenuntergangs mit einem Cuba Libre in der Hand…was will man noch mehr! Das Ambiente in Cabarete ist wirklich unbeschreiblich und einzigartig, das muss man erlebt haben! (Daniela)


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“Indian Summer” – nicht Indien, sondern Kanada

Schon lange hegte ich den Wunsch das Naturschauspiel „Indian Summer“ in Kanada zu erleben. Da ein Sprachaufenthalt für mich eine ideale Art und Weise ist, eine Region in all ihren Facetten kennenzulernen besuchte ich mit letzten Herbst die Schule “Global Village” in Toronto. Diese befindet sich in zentraler Lage im vornehmen Stadtteil namens  „Yorkville“, welches nur ein paar Gehminuten von Downtown Toronto entfernt ist.

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Spiegelbildlich zur vielseitigen Stadt ist auch der Schule das umgangssprachliche Adjektiv „multikulti“ beizumessen: Allein am ersten Schultag versammelten sich Studenten aus über 30 verschiedenen Ländern (z.B. sogar aus Guatemala!) zur grossen Orientierung. Der Austausch der unterschiedlichen Kulturen liegt der Schule am Herzen. Daher gilt eine strikte „English only Policy“ im gesamten Schulgebäude – auch während den Pausen.

Doch auch der Spass darf an der Global Village School nicht zu kurz kommen: Nicht umsonst heisst das Motto „serious learning – serious fun!“. Täglich werden schulinterne Aktivitäten angeboten – vom Kürbisschnitzen an Halloween bis hin zum Besuch eines lokalen Hockeymatches. Langeweile ist hier ein Fremdwort!

Die Hauptstadt der Provinz Ontario bietet für jeden Geschmack genau das Richtige. Für Shopaholics lockt das Eaton Center. Mit über 200 Läden ist es das drittgrösste Einkaufzentrum Kanadas und ist so lange, dass sich an jedem Ende eine eigene U-Bahnstation befindet. Auch Sportbegeisterte kommen in Toronto voll auf ihre Kosten. Im Rogers Centre finden Spiele der Toronto Blue Jays (Baseball) und der Toronto Argonauts (Canadian Football) statt, im benachbarten Air Canada Centre unterstützt man die lokalen Basketball-, Lacross- und Eishockey-Teams. Zudem steht in Toronto die „Hockey Hall of Fame“ – ein Eishockeymuseum das die berühmtesten Spieler und Teams ehrt und sogar Sportmuffeln Spass macht!

Kanada Sprachschule Portrait

 

Abends geht man auf kulinarische Entdeckungsreise. In Quartieren mit lustigen Namen wie Cabbagetown, Little Portugal, Koreatown und Greektown findet man die Spezialitäten der ganzen Welt in einer Stadt vereint! Wer dann noch nicht genug Kultur hat gönnt sich ein Konzert oder ein Musical im Entertainment District, welches dem New Yorker Broadway in nichts nachsteht!

Wer es am nächsten Tag etwas ruhiger angehen möchte gönnt sich eine gemütliche Velotour auf den Toronto Islands und geniesst die eindrückliche Skyline Torontos. Für Sonnenanbeter locken die Strände am Lake Ontario. Und auch wenn das Wetter einmal nicht mitspielt bietet Toronto eine Lösung: Museen! Das Royal Ontario Museum (praktischerweise direkt gegenüber der Sprachschule gelegen!) sieht aus wie ein gigantischer, funkelnder Diamant und ist Kanadas grösstes Museum. Im Ontario Science Centre wird Wissenschaft zum Anfassen geboten und Schuh-Fetischisten finden im Bata Shoe Museum – in Form einer Schuhschachtel gebaut – alles was ihr Herz begehrt!

Kanada Tower

 

Auf keinen Fall darf der Besuch des legendären CN Towers bei einem Toronto-Aufenthalt fehlen! Die Sicht von der Aussichtsplattform des höchsten Turmes Nordamerikas ist atemberaubend – plus ein Dinner im Drehrestaurant unvergesslich. Waghalsige Persönlichkeiten können sich sogar mit einem Seil gesichert über den Rand des Turmes hängen lassen!

Ein Aufenthalt in Toronto ist wie eine unendliche Unterhaltungsshow. Ideal sind längere Aufenthalte. So kann man an den Wochenenden die Umgebung auskundschaften. Über die Schule lassen sich mehrtägige Trips nach New York, Chicago oder French Canada organisieren. Pflichtprogramm ist natürlich der Besuch der Niagara Fälle. In etwas mehr als einer Stunde erreicht man das Naturschauspiel, das jedem den Atem raubt! Feucht, aber eindrücklich spürt man die Kraft der Wassermassen bei einer Bootsfahrt mit der „Maid of the Mist“.

Mein persönliches Highlight bleibt aber der Wochenendtrip zum Algonquin Park. Ein riesiger Naturpark wo Bären, Biber und Elche wohnen. Eine Kanutour zur eigenen Blockhütte am See. Ein Wald aus leutenden Rot-, Gelb- und Brauntönen. Das ist Indian Summer! (Tina)

Kanada Wald Indian Summer


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Indien: Mein Erfahrungsbericht

Goa Street ArtEines ist klar: Indien ist laut, chaotisch, bunt, und bei der Ankunft hat man das Gefühl, von all den neuen Eindrücken, Geräuschen, Gerüchen und der Menschenmenge erdrückt zu werden.

Auch die Armut ist überall gegenwärtig, obwohl Goa den reichsten Staat Indiens bildet. Alles ist anders: Kühe gehören zum Verkehr dazu, Zahnärzte bieten auf der „Autobahn“ ihre Dienste an, Frauen tragen verschiedenste Waren auf Ihren Köpfen und Männer schlafen an den unmöglichsten Stellen. Da ich schon immer mal nach Indien wollte, sog ich wie ein Schwamm alles in mich auf und gewöhnte mich schnell an diese neue Welt.

Dies ist bei den netten Menschen, den wunderschönen Landschaften, dem genialen Wetter (die durchschnittliche Temperatur von 35°C ist für mich ein Traum!), dem würzigen, feinen Essen und all den Farben, die einen umgeben auch überhaupt kein Problem.

 

In der Sprachschule von Goa (weitere Infos über die Schule) wurde ich sehr herzlich empfangen. Nach einem Einstufungstest erhielt ich Informationen zum Unterricht und erfuhr mehr über Land und Leute.

 

Goa Palmen

Die Lektionen wurden durch die tollen Lehrer abwechslungsreich und interessant gestaltet und ich spürte bereits nach kurzer Zeit Fortschritte. Da die Schule ursprünglich ein Hotel war, hatte ich ein schönes, geräumiges Zimmer mit eigenem Bad. Auch ein Pool war Goa Sprachaufenthaltvorhanden, der nach dem Unterricht zur Abkühlung einlud! Die Mischung aus Untterricht und Freizeit war gesucht und gefunden.

Der Ort Benaulim ist klein, alles ist bequem mit dem Fahrrad erreichbar und man fühlt sich schnell zu Hause. Der Strand ist ca. 20 Minuten zu Fuss entfernt. Jeden Abend wird in den vielen Beach Shacks Musik gespielt und es herrscht eine ausgelassene Stimmung. Die Lage ist insofern perfekt, da man um zu relaxen ca. 1 Stunde in den Süden zu den wunderschönen Stränden fährt. Wenn man Party will, finden sich unzählige Möglichkeiten eine Stunde in entgegengesetzter Fahrtrichtung. Entspannung und Party, beides war also vertreten und die Möglichkeiten gross.

Von der Schule angeboten wurden ausserdem Ausflüge zum farbenfrohen Hippiemarkt in Anjuna, zu Abendmärkten mit live Musik in Baga, kleine Wanderungen zu Wasserfällen (wo man unterwegs freche Äffchen antraf) oder auch zu einer malerischen Gewürzplantage (die durch eine Hängebrücke erreichbar war). Einmal pro Woche lieferte ich mir ein Rennen auf der Go-Kart Bahn mit meinen Mitschülern. Zwei absolute Highlights wareneinerseits  der Weekend-Trip zur Tempellandschaft in Hampiund andererseits der Ausflug zur grössten Stadt Indiens – Mumbai!

Goa Sprachschule

 

 

Drei Monate in Goa vergingen wie im Flug, ich schloss die Augen und schon war ich wieder zurück.

Doch die Erinnerungen an diese geniale Zeit und die Menschen bleiben für immer! (Jana)


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Reisebericht Triest – Trist schreibt man anders!

Im Folgenden könnt ihr den spannenden Wochenbericht von Michel lesen, welcher in Triest unter anderem auf den spannenden Spuren der Geschichte Italiens war.

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Sonntag – Die Tentakel von Triest

Von oben wirken die Hafenkranen von Triest wie Tentakel, die sich vom Körper eines Kraken strecken. Aus dem Fenster des Buses, der sich von der slowenischen Grenze her die Strassen zum Meer hinunter windet, sieht die ostitalienische Stadt zunächst nicht besonders einladend aus. Doch der erste Eindruck täuscht: Die kompakte Innenstadt mit den historischen Gebäuden lädt zum Bummeln ein. Sie stammt noch aus der Zeit, als Triest österreichisch war: Die Tentakel der k. u. k.-Monarchie reichten einst bis ans Mittelmeer.

Nach dem ersten Weltkrieg fiel Triest an Italien. Österreich verlor seinen einzigen Zugang zum Meer, und Italien erhielt, was es unbedingt noch benötigt hatte: eine weitere Hafenstadt… Von dem Bedeutungsverlust, der mit diesem Wechsel einherging, hat sich die Stadt nie mehr ganz erholt. Einst lebten hier fast 300’000 Menschen, heute zählt Triest rund 210’000 Einwohner. Erst seit der Öffnung der Grenze zu Slowenien scheint es wieder etwas aufwärts zu gehen.

Die Spuren des alten Glanzes sind noch allgegenwärtig, etwa auf dem wuchtigen Castello di San Giusto auf dem Stadthügel. Nur die Staatsflagge auf der Bastion hängt schlaff da – vielleicht, weil Italien schon bessere Zeiten sah, wahrscheinlicher aber, weil heute trotz der Nähe zum Meer nur ein laues Lüftchen weht.

Der Tag endet übrigens nochmals mit Tentakeln, dieses Mal aufgespiesst und grilliert auf meinem Teller: Es gibt Calamari mit Bohnen, Spinat, Kartoffeln, Fenchel und Rüebli und zum Schluss einen Espresso mit Schlagrahm. Ein Schuss Österreich scheint noch immer in Triest zu stecken…

Montag – Roberto, der Pirat

Ich bin in einem Palast aus dem 18. Jahrhundert in der Via Giuseppe Mazzini untergekommen, der – von aussen betrachtet – schon bessere Zeiten gesehen hat. Doch erneut zeigt sich, dass man in Triest besser nicht aus der Distanz urteilt: Das Appartement im dritten Stock, das der Sprachschule gehört, ist dieses Jahr (also 2013) renoviert worden und topmodern eingerichtet. Die geräumigen Zimmer, der Parkettboden und die hohen Räume erinnern noch an die Zeit, als das Haus ein ehrwürdiger Palast war. Sechs Schlafzimmer, drei Badezimmer und eine Gemeinschaftsküche hat die Wohnung. Auch andere Sprachschüler, alle älteren Semesters, sind schon eingezogen. Neben mir wohnt der schrullige Franzose Roberto, der mit seinem Tuch über der Glatze wie ein Pirat aussieht und schon gestern klar gemacht hat, dass er nichts von Recyceln hält und in der Küche keinen Abfall trennen wird – für etwas zahle er ja Steuern, da könne der Staat ruhig auch etwas tun.

Roberto wird – wie hätte es anders sein können – mein Klassenkamerad und, oh Schock, erst noch der einzige. Da die Sprachschule erst im Frühling 2013 eröffnet hat, ist sie noch nicht sehr bekannt. Nur acht Personen sind zurzeit eingeschrieben, und weil das Italienisch der Österreicher, Deutschen und Engländer etwas radebrechend daherkommt, haben Roberto und ich Zweierunterricht. Das ist mitunter ganz amüsant, da der verrückte Franzose mit komischen Geschichten aufwartet. In seinem Berufsleben war er als Linienpilot in der Luft, und es scheint, als hätte er dort oben etwas wenig Sauerstoff bekommen. Lucia, unsere Lehrerin, verdreht oft die Augen ob der Ausführungen des Luftpirats. Und auch ich muss sagen: Mit Roberto bekommt das Wort Intensivkurs eine ganz andere Bedeutung…

foto_triest2Dienstag – Muggia, die Rivalin

Heute Nachmittag gehts mit dem Boot über die Bucht nach Muggia. Nur wenige Kilometer trennen das Städtchen von Triest, und trotzdem lagen zwischen den beiden Orten lange Zeit Welten. Während Triest den Österreichern gehörte, war Muggia bis 1797 in den Händen des Erzrivalen Venedig. Davon zeugt noch heute der venezianische Kern des Ortes. An die Bedeutung seines Nachbarn kam Muggia nie heran. – Vielleicht zog es die Leute deshalb nach Triest, weil es in Muggia keine anständigen Gelati gibt. Ich jedenfalls kann keine ausfindig machen und kehre deshalb schon früher als gedacht nach Triest zurück. Dort wird man fast an jeder Ecke fündig…

Mittwoch – Aquileia, die Untergegangene

Heute Nachmittag gehts ins rund 50 Kilometer entfernte Aquileia, einst die viertgrösste römische Stadt in Italien – bis Attila kam. Der Hunnenkönig liess keinen Stein auf dem anderen, so dass heute ausser ein paar Mäuerchen und Säulen nicht mehr viel zu sehen ist. Die Grundmauern der niedergebrannten Stadt liegen heute grösstenteils unter der Erde und man braucht schon etwas Fantasie, damit man sich die einstigen Ausmasse der Stadt vorstellen kann.foto_triest3

Den Ausflug hat die Schule organisiert, die sich Mühe gibt, neben dem Unterricht ein attraktives Programm zusammenzustellen. Überhaupt klappt hier alles ausserordentlich gut, obwohl sich die Schule noch im Aufbau befindet. Nur den dominanten Roberto, der sich immer wieder in den Mittelpunkt stellt, bekommen die Lehrer nicht so recht in den Griff. Zum Glück haben wir heute Nachmittag aber für einmal unsere Ruhe, denn der Pirat hat auf den Ausflug in die untergegangene Stadt verzichtet. Wieso sollte man sich denn auch ein paar niedergebrannte Mauern anschauen…

Donnerstag – il buffet: schnell, günstig, gut

Kulinarisch hat Triest allerhand zu bieten. Eine Spezialität sind i buffet, wo sich mittags die verschiedensten Schichten zu einer schnellen und währschaften Mahlzeit einfinden. Suppen, Eintöpfe und Innereien stehen auf der Karte (sofern es überhaupt eine gibt). Im Buffet Da Pepi gibts zum Beispiel lingua con crauti, Zunge mit Sauerkraut, was man nicht unbedingt mit Italien in Verbindung bringen würde. Aber natürlich ist auch anderes erhältlich: frischer Fisch vom Markt im Buffet Al Canal oder ausgezeichnete Lasagne im Buffet Da Siora Rosa. Anderswo erhält man Gulasch und Knödel – Triest ist eben ein bunt zusammengewürfeltes Potpourri.

Freitag – Piazza Unità d’Italia: hier bekommt man alles zu sehen

Einer meiner Lieblingsplätze in der Stadt ist das Caffè degli Specchi an der Piazza Unità d’Italia, dem Hautplatz der Stadt. Er ist einer der grössten Italiens, auf drei Seiten flankiert von historischen Gebäuden und zum Meer hin offen. Das Caffè degli Specchi hat wie alle anderen auf den Platz hinausgestuhlt. Und obwohl es sich an Triests bester Lage befindet, sind die Preise vernünftig geblieben. Ein Kaffee kostet zwar etwas mehr als anderswo, er kommt aber nicht teurer zu stehen als in der Schweiz.

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Das Café liegt, rein zufällig natürlich, auf meinem Schulweg, so dass ich nicht darum herumkomme, mich täglich an eines der Tischchen zu setzen – wo ich selbstverständlich meine Hausaufgaben mache. Obendrein ist auch für Unterhaltung gesorgt, denn es gibt auf der Piazza Unità d’Italia viel zu beobachten: Kinder, die den Tauben nachjagen; Jugendliche, die Selbstgespräche zu führen scheinen, bis man merkt, dass sie mit einem Knopf im Ohr mit ihrem Handy vernetzt sind; Stadthündchen, die Spazieren getragen werden; solche, die von ihrem Frauchen an der Leine über den Platz gezerrt werden (manchmal auch umgekehrt); Touristen, die vor dem Brunnen für Fotos posieren; Bettler, die sich an die Tische der Cafés wagen, bis die Kellner sie verjagen; Afrikaner, die Schmuck, Handtaschen und Sonnenbrillen verkaufen und bei den ersten Tropfen blitzschnell Regenschirme hervorzaubern würden.

Samstag – Abschied vom liebenswerten Ungetüm

Nach nur einer Woche heisst es Abschied nehmen. Am Morgen besteige ich am Molo IV ein Schiff, das mich ins slowenische Hafenstädten Piran bringt. Von dort aus wird es eine Woche durch Slowenien gehen. An Bord blicke ich nochmals zurück. Nicht nur von den Hügeln über der Stadt, sondern auch vom Meer aus ist Triest auf den ersten Blick keine Schönheit: Langsam verschwinden am Horizont die qualmenden Hochkamine und die rostigen Hafenkranen. Sie mögen zwar an die Fangarme eines Ungetüms erinnern – doch ich weiss jetzt, dass sie keinesfalls zu einem hässlichen Kraken gehören.

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Unterwegs mit dem Travelling Classroom in Ecuador

Die Millionenstadt Quito

Travelling Classroom Ecuador

Als ich im November mit dem Travelling Classroom in Ecuador – genauer Quito – startete,  realisierte ich relativ rasch, dass dies eine tolle und erlebnisreiche Zeit werden wird. Unser Classroom bestand aus sieben motivierten, internationalen Studenten aller Altersklassen. Trotz Heterogenität kam schon bald eine sehr angenehme Gruppendynamik auf, was wirklich toll war. In der Schule wurden wir herzlich von einem motivierten Team begrüsst und nach dem Einstufungstest in drei Klassen aufgeteilt. Und los ging das Abenteuer!

Schnell stellte ich fest, dass man nie zu alt ist um eine neue Sprache zu lernen und mal wieder die Schulbank zu drücken. Morgens hatten wir jeweils Unterricht und Nachmittags durften wir spannende Ausflüge und Aktivitäten geniessen.

Aktivitäten in Quito: Altstadt, Kochkurs, Salsa Lektion, Papallacta Springs, La Mitad del Mundo, Biken und Hiken im Cotopaxi Nationalpark.

Kultur und Natur in Cuenca

Kochen in Ecuador

Eine Woche später war dann eine 12-stündige Busfahrt nach Cuenca angesagt, wo wir von unserem Gastfamilien am Busbahnhof in Empfang genommen wurden. Am Montag in der Früh ging es dann in den selben Gruppen auch schon mit dem Unterricht weiter und wir wurden von den engagierten LehrerInnen sehr gefordert. Auch in Cuenca wurde ein super Freizeitangebot organisiert. Die wunderschöne Kolonialstadt bietet sehr viel an Kultur und Natur und wir kamen sogar noch in den Genuss eines Filmfestivals.

Aktivitäten in Cuenca: Stadtrundgang, Museum, Kochen, Salsa, Tagesausflug zu Inkastätte, Wandern im Cajas Nationalpark.

Montañita – das Partystädtchen

Surfen in Ecuador

Sieben Tage später stand wieder eine lange Busfahrt nach Montañita auf dem Programm. Nach ca. 8 Stunden reisen (mit Umsteigen in Guayaquil) kamen wir erschöpft in den coolen Cabañas des Partystädtchens Montañita an. Als erstes genossen wir die grosszügige Gartenanlage inklusive Pool, um uns von der anstrengenden Reise zu erholen. Am Montag hiess es dann wieder Schulbank drücken. Schlussendlich verbrachten wir auch hier eine tolle Woche, welche mit einem riesigen Schul-BBQ abgeschlossen wurde. Am Samstag stand dann noch ein eintägiger Surftrip auf dem Programm.

Aktivitäten in Montañita: Surfen, Kochen, Salsa

Montanita - Ecuador

Alles in allem erlebte ich drei sehr intensive und erlebnisreiche Wochen. Der Travelling Classroom ist eine spassige Sache und die perfekte Kombination von Lernen und Reisen. Über zwei Jahre später haben wir Schüler immer noch Kontakt zueinander. Um die gelernten Spanischkenntnisse zu gebrauchen pflege ich ausserdem einen regen Mailkontakt mit meiner Gastmutter.

– Claudia L.


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Sprachaufenthalt in Antigua, Guatemala

bea2bea3séjour linguistique cape townVon den zentralamerikanischen Ländern hat mich Guatemala schon immer fasziniert. Ich hatte Bilder im Kopf von Frauen in ihren wunderschönen farbigen Trachten, ihre Ware auf quirligen, nach Fremdem und Vertrautem duftenden, farbenfrohen Märkten feilbietend. Von aktiven Vulkanen, von Seen und Maya-Stätten – das will ich erleben!

Nun bin ich hier, im Sprachaufenthalt in der ehemaligen Hauptstadt Antigua – ich liebe es vom ersten Tag an! Ich besuche die Sprachschule und wohne bei Silvia, meiner herzlichen Gastmutter. An der Schule besuche ich morgens 4 Stunden Privatunterricht – mein Kopf raucht danach regelmässig. Aber ich mache, stelle ich nach einigen Tagen zufrieden fest, erstaunlich schnelle Fortschritte.

Die Guatemalteken sind ein überaus herzliches Volk, ihre Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft begeistern mich jeden Tag aufs Neue. Ich fühle mich sehr willkommen in diesem Land!

Die Stadt Antigua fasziniert mich durch ihre farbigen Kolonialbauten, die gepflasterten Wege, ihre Lage inmitten von Vulkanen und der Vielzahl von feinen Restaurants und Bars. Antigua bietet für jeden etwas.

Mein absolutes Highlight während meiner Zeit in Antigua ist der Besuch des nahegelegenen Vulkans „Pacaya“. Er liegt nur ca. 1,5 Stunden Autofahrt von Antigua entfernt und gehört zu den aktivsten Vulkanen der Welt. Nach nicht einmal zwei Stunden Aufstieg stehe ich plötzlich weniger als 3 Meter entfernt neben eines dickflüssigen, langsamen Stroms glühendheisser, rauchender Lava. Wow! Dies so hautnah zu erleben ist an nur sehr wenigen Orten auf dieser Erde möglich. Ich bin buchstäblich Feuer und Flamme!  Ein unvergessliches Erlebnis!

– Bea W.


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